Die Formation Oregon ist den meisten Jazz- und Klassikfans sicherlich ein Begriff. In den über 50 Jahren Bandgeschichte ist Oregon zu einem Synonym für genreübergreifende Musik von höchster Qualität geworden. 1970 aus dem legendären Paul Winter Consort hervorgegangen, kombinierte Oregon Elemente des Jazz mit denen der symphonischen Klassik und dem, was heute unter dem Behelfsbegriff Weltmusik bekannt ist. Dieses Album wurde streng simultan aufgenommen, das heißt, die Band und das Orchester standen sich im Aufnahmeraum gegenüber und spielten die Stücke gemeinsam. Kein Überspielen, kein Vortäuschen einer Beziehung, die es nicht gab; nur Aufnahme und Mischen nach höchsten Qualitätsstandards. In dieser Hinsicht vereint Oregon in Moscow die besten Eigenschaften einer Live-Aufnahme mit denen einer Studioproduktion. Oregon und das von George Garanian geleitete Tschaikowsky-Orchester taten sich zusammen, um das Repertoire dieser außergewöhnlichen Formation (das ohnehin außergewöhnlich schön ist) in neue Dimensionen zu führen; gewissermaßen in Cinemascope. Eine üppige, verschwenderische Feier der Musik, voller Schönheit, Anmut und Finesse, auf die alle Beteiligten sehr stolz sein können. Wir sind es definitiv.